11.07.2012

40 Jahre Kinderklinik des Klinikums Lüneburg

Tag der offenen Tür mit vielen Attraktionen

Lüneburg, 10. Juli 2012 - Am 6. Juli 1972 öffnete die Kinderklinik des Städtischen Klinikums Lüneburg ihre Türen für die ersten kleinen Patienten. Zum 40-jährigen Bestehen sind alle Interessierten jetzt zum Tag der offenen Tür in die heutige Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Bögelstraße 1, in Lüneburg eingeladen. Am Samstag, 14. Juli 2012, gibt es von 14 bis 17 Uhr jede Menge zu erleben und zu besichtigen.

Ein Klinik-Clown sorgt für gute Laune. In der Teddysprechstunde können Kinder ihre mitgebrachten Kuscheltiere untersuchen und versorgen lassen. Kinderschminken, Gipsen, Hüpfburg, Bobbycar-Rennen und Basketball sind nur einige der vielen Attraktionen, bei denen jeder mitmachen kann. Gegen Hunger und Durst gibt es Bratwurst, Getränke, Waffeln, Kaffee und Kuchen.

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist heute mit 48 Betten ausgestattet, 18 davon befinden sich auf der Frühgeborenen- und Intensivstation im zweiten Stock des Gebäudes. Der Neubau von 1972 bot noch Platz für 100 junge Patienten. „Seitdem hat sich in der klinischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen vieles verändert“, erläutert Professor Dr. med. Josef Sonntag, seit 1. Januar 2000 Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Die kleinen Patienten waren durchschnittlich 17 Tage lang im Krankenhaus, heute liegt die mittlere Verweildauer bei vier Tagen. Während die Mitaufnahme eines Elternteils damals undenkbar war, gehört sie für Kinder bis sieben Jahre mittlerweile zum Standardangebot unseres Hauses“. Auch Klinik-Clown, Spielzimmer und Musiktherapie sind neuere und willkommene Abwechslungen im Klinikalltag, die den Aufenthalt kurzweiliger gestalten und mithelfen, so manchen Schmerz und Kummer zu vergessen.

Die Diagnose und Versorgung aller Erkrankungen im Kindesalter bis 18 Jahre wird in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin durch ein Team aus 61 Kinderkrankenschwestern und -pflegern, 19 Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Mitgliedern ermöglicht. Ausnahmen bilden die Onkologie, spezielle Kinderchirurgie und invasive Kardiologie. „In diesen Fällen überweisen wir die kleinen Patienten beispielsweise an Fachkliniken in Hamburg, mit denen wir eng zusammenarbeiten“, so Professor Sonntag. „Alle anderen Erkrankungen können wir hier in Lüneburg behandeln, auch durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken und Bereichen des Klinikums Lüneburg.“

Gemeinsam mit der Frauenklinik bildet die Kinderklinik das Perinatalzentrum Level 1 in Nordost-Niedersachsen mit der anerkannten Kompetenz zur Versorgung kleinster Frühgeborener an der Grenze zur Lebensfähigkeit. „Hier wird täglich hervorragende Arbeit geleistet, die sich auch in der sehr guten Ergebnisqualität und in den Daten der Nachuntersuchungsergebnisse der von uns betreuten Frühgeborenen widerspiegelt“, freut sich Dr. med. Jörg Cramer, Ärztlicher Direktor des Klinikums Lüneburg.

Zum großen Einzugsgebiet der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gehören neben dem Landkreis Lüneburg weite Teile der Landkreise Harburg, Lüchow-Dannenberg, Herzogtum Lauenburg, Ludwigslust, Salzwedel und Uelzen.

Seit 2009 wurde der Klinik bereits zweimal das Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“ verliehen, das von einer bundesweiten Initiative verschiedener Fach- und Elterngesellschaften unter Federführung der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e. V. (GKinD) entwickelt wurde.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen eine altersangepasste Betreuung und Behandlung. Und wir sind froh darüber, in Lüneburg dafür so gute Voraussetzungen geschaffen zu haben“, so Professor Sonntag, der sich mit seinem gesamten Team über das 40-jährige Bestehen und auf viele Besucher zum Tag der offenen Tür freut.