05.11.2019

Wohnortnahe kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung

Neubau in Uelzener Innenstadt geplant

Vor einem Jahr wurde die kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik Uelzen als Übergangslösung in Bad Bevensen eröffnet. Jetzt wurde der Vertrag für einen Neubau in der Uelzener Innenstadt durch den Verein „Die Brücke e. V.“ als Investor und die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) als langfristiger Mieter unterzeichnet. „Ich freue mich, dass die seit Jahren gewachsene Verbindung und enge Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Klinik Lüneburg zu dieser gemeinsamen Lösung geführt hat“, sagte Kurt Spannig, Geschäftsführer des Vereins „Die Brücke“ und der Psychiatrischen Klinik Uelzen, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Rolf Sauer, Geschäftsführer der PKL, ergänzte: „Als regionale Partner sehen wir uns auch in der gemeinsamen regionalen Verantwortung für die Gesundheitsversorgung und sind froh, nach längerer Suche eine so gute Lösung im Sinne der Kinder und Jugendlichen gefunden zu haben.“

Der Neubau mit zwei Stockwerken soll in der Uelzener Alewinstraße entstehen, in unmittelbarer Nähe zu Bahnhof, Busbahnhof und Innenstadt. Auf 900 m2 Nutzfläche entstehen Räume nach baulich modernsten Ansprüchen, in die nicht nur die kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik, sondern auch die seit drei Jahren in der Uelzener Dieterichsstraße untergebrachte psychiatrische Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche einziehen wird. Die voraussichtlichen Baukosten betragen 2,5 Mio. Euro. Bei Baubeginn im Frühjahr/Sommer 2020 könnte die Inbetriebnahme im vierten Quartal 2021 erfolgen. „Zusammen mit der dort bereits vorhandenen Tagesklinik der PK Uelzen und einer Tagesstätte für Erwachsene entsteht hier ein gut erreichbares gemeindepsychiatrisches Zentrum für alle Generationen“, freut sich Spannig.

Dr. med. Alexander Naumann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPP) der PKL, beschreibt das Ziel der KJPP-Außenstellen: „Kinder und Jugendliche profitieren entscheidend von einer wohnort- und familiennahen tagesklinischen Therapie. Abends und an den Wochenenden sind sie zu Hause und bleiben so auch im Kontakt zu ihrem Freundeskreis. Wir als Therapeuten stehen nicht nur im engen Austausch mit den Kindern und ihren Familien, sondern auch mit Jugendamt, Gerichtshilfe, den Schulen und weiteren Institutionen vor Ort.“

Die zurzeit noch in Räumen der DianaKlinik 2 in Bad Bevensen angesiedelte kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik bietet zwölf Plätze für fünf- bis 14-Jährige, die immer ausgebucht sind. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Kollegen des Pflege- und Erziehungsdienstes sowie zwei Lehrern der Landesschulbehörde behandelt und betreut die jungen Patienten bei allen Formen psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Voraussetzungen für die Behandlung in der Tagesklinik sind die medizinische Indikation, das Einverständnis und die Kooperationsbereitschaft des Kindes und seiner Familie. Die tägliche Anfahrt sollte maximal 45 Minuten dauern.

„Gesundheit sollte in der Region möglich sein, dafür müssen die Wege kurz sein“, beschreibt Dirk Ludemann, Vorstand der Diana Kliniken AG, sein Selbstverständnis als regionaler Gesundheitsversorger. „Deshalb haben wir unsere Räume aus vollster Überzeugung als Übergangslösung im Sinne einer guten regionalen Versorgung angeboten und unterstützen gerne weiter, bis der Neubau bezugsfertig sein wird.“