31.01.2020

Traumatherapie für die verletzte Seele

Informationsveranstaltung der Psychiatrischen Klinik Lüneburg

Die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) lädt alle Interessierten zu einem Vortrag zum Thema „Die verletzte Seele, der verletzte Körper: Traumata und wie wir sie behandeln“ ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 10. Februar 2020, um 19 Uhr im Albert-Ransohoff-Saal im Hauptgebäude (Haus 48) der Psychiatrischen Klinik, Am Wienebütteler Weg 1, in Lüneburg statt. Referent ist Dr. med. Marc Burlon, Ärztlicher Direktor der PKL.

Menschen erleben schlimme Dinge, werden Opfer von Gewalt oder Zeuge schrecklicher Ereignisse. In vielen Fällen werden diese Erlebnisse verarbeitet, indem darüber gesprochen wird, Freunde und Familie helfen, und die Erinnerung verblasst. In manchen Fällen jedoch bleibt die Erinnerung lebendig und quält die Betroffenen Nacht für Nacht, verschreckt sie tagsüber mit an sich sonst unauffälligen Auslösern. Bilder drängen sich auf, ohne dass man sie steuern kann.

Also vermeiden die Betroffenen darüber zu reden, daran zu denken, an den Ort des Geschehens zurückzukehren und sich damit auseinanderzusetzen. Das funktioniert aber nur kurzfristig, denn Vermeidung schränkt immer mehr ein – im Denken und Handeln. Am Ende bleibt das Gefühl: Keiner versteht mich, ich habe Angst verrückt zu werden.

Ziel der Therapie ist es, darüber reden zu lernen und zu erkennen, dass das Erlebnis schrecklich war, aber in der Vergangenheit liegt. Um die Vermeidung im Alltag zu überwinden, braucht man Mut. Hier begleiten die Therapeuten die Betroffenen und helfen ihnen, die Erlebnisse zu verarbeiten, um im Alltag besser klarzukommen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Informationsreihe der Psychiatrischen Klinik Lüneburg für Patienten, Angehörige und Interessierte statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.