Austausch im Psychose-Seminar an der VHS REGION Lüneburg
In Akutphasen einer Psychose-Erkrankung kann es zu völligem Realitätsverlust mit Halluzinationen oder Wahnvorstellungen kommen. In einigen Fällen solcher psychiatrischen Notfälle besteht ein erhöhtes Risiko für eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten der Betroffenen, das zu einer Einweisung in die stationäre Therapie führt – auch gegen den Willen der Erkrankten.
Beim fünften Termin des aktuellen Psychose-Seminars steht der Erfahrungsaustausch zu diesem Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Autonomie aus verschiedenen Perspektiven im Mittelpunkt. Unter anderem geht es um rechtliche Grundlagen und die Frage, wann es gefährlich werden kann. Das Seminar findet am Donnerstag, 9. April 2026, von 18 bis 19.30 Uhr in Raum K1.01 der VHS, Kalandstraße 29, der VHS in Lüneburg stattfinden wird. Moderator ist Johannes Balschat, Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL).
Die PKL lädt gemeinsam mit dem Verein der Psychiatrie-Erfahrenen (VPE), der Lüneburger Angehörigengruppe und der VHS REGION Lüneburg zum Psychose-Seminar ein. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl aber begrenzt. Deshalb ist für jeden Termin eine telefonische Anmeldung unter 04131 15660 erwünscht. Für Psychose-Erkrankte ist auch die spontane Teilnahme ohne Vorankündigung möglich.
Das Psychose-Seminar ist keine Vortragsveranstaltung, sondern ein gleichberechtigter Austausch von Psychose-Erfahrenen, Angehörigen, Fachleuten aus der Psychiatrie sowie interessierten Bürgerinnen und Bürger auf Augenhöhe.
Der nächste und vorerst letzte Seminartermin ist am 23.04.2026.