26.01.2012
Trialog am 02.02.2012: „Irre menschlich“ - Antistigma-Arbeit in der PKL
Einladung zum Diskussionsforum TRIALOG
Lüneburg, 26. Januar 2012 - Die Psychiatrische Klinik Lüneburg lädt alle Interessierten zum 37. Trialog ein, der am Donnerstag, 2. Februar 2012, von 19.30 bis 21 Uhr im Mehrzwecksaal in Haus 48 („Klinikum“) der Psychiatrischen Klinik, Am Wienebütteler Weg 1, in Lüneburg stattfindet.
Psychische Krankheiten sind weiter verbreitet als viele denken. Die Bedeutung besonders schwerer seelischer Störungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten werden oft tabuisiert. In Medienberichten werden psychische Erkrankungen entweder dramatisiert und/oder Therapien idealisiert. Außenstehende sind selten sachlich informiert.
Diese Mischung aus Vorurteilen und „Informationsnebel“ wirkt sich auf psychisch Kranke häufig unheilvoll aus. Sie erleben die Reaktionen ihrer Umgebung als „Stigmatisierung“. Der Psychiater und Buchautor Asmus Finzen prägte für diese gesellschaftliche Ausgrenzung den Begriff der „zweiten Krankheit“.
Unter der Moderation von Dr. med. Sebastian Stierl, Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Klinik, werden sich die Teilnehmer des 37. Trialogs unter anderem mit den folgenden Fragen beschäftigen:
- Was und wie kann eine Fachklinik hier zur Versachlichung beitragen?
- Wie kann eine unbefangene und vorurteilslose Haltung gefördert werden?
- Wo fängt die Antistigma-Arbeit in der Klinik an?
- Und welche Möglichkeiten und Perspektiven bestehen „draußen“?
Im gemeinsamen Gespräch sollen realistische Lösungsansätze gefunden werden.
Der Trialog ist ein regelmäßig stattfindendes Diskussionsforum von Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen psychisch Kranker und Behandlern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

