17.01.2012
Psychiatrischer Krisendienst Lüneburg
Neues Angebot für psychiatrische Notfälle am Wochenende
Lüneburg, 17. Januar 2012 - Ab Freitag, 20. Januar 2012, wird eine entscheidende Lücke in der psychiatrischen Notfallversorgung an Wochenenden geschlossen: Der Psychiatrische Krisendienst für Hansestadt und Landkreis Lüneburg nimmt seine Arbeit auf. In Zukunft wird an allen Wochenenden jeweils von Freitagnachmittag, 16:30 Uhr, bis Montagmorgen, 8 Uhr, eine psychiatrisch geschulte Fachkraft rund um die Uhr für Menschen in seelischen Krisen erreichbar sein. Die Leitung des Krisendienstes hat Dr. med. Michael Schejbal, Oberarzt der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, übernommen.
„Wir freuen uns, dass wir sowohl chronisch psychisch Erkrankten als auch Menschen in akuten seelischen Krisen und deren Angehörigen ab sofort dieses zusätzliche Angebot machen können“, sagt Dr. med. Angela Schürmann, Chefärztin der für die Erwachsenenpsychiatrie in Hansestadt und Landkreis Lüneburg zuständigen Klinik I der Psychiatrischen Klinik Lüneburg. „Nach einer intensiven Vorbereitungsphase können wir jetzt mit 22 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen psychosozialen Einrichtungen im Sozialpsychiatrischen Verbund Lüneburg als qualifizierte Ansprechpartner starten. Dabei handelt es sich überwiegend um psychiatrische Fachpflegekräfte und erfahrene Sozialpädagogen. Sie bieten Betroffenen am Wochenende unmittelbare Hilfe in schweren seelischen Notlagen an.“
Grundlage für den Psychiatrischen Krisendienst ist ein im August 2011 unterzeichneter Kooperationsvertrag zwischen Landkreis Lüneburg und Psychiatrischer Klinik Lüneburg (PKL). Darin wurden unter anderem die zunächst bis Ende 2012 festgelegte Finanzierung durch den Landkreis und die Zuständigkeit der Psychiatrischen Klinik für die Durchführung des Krisendienstes vereinbart.
Nach einem Jahr Laufzeit soll gemeinsam geprüft werden, ob und wie der Psychiatrische Krisendienst genutzt wurde und inwiefern es eventuellen Änderungs- oder Erweiterungsbedarf des Angebotes gibt. Für die Auswertung des Projekts konnte eine Kooperation mit der Leuphana-Universität Lüneburg etabliert werden.
Die Rufnummer des Psychiatrischen Krisendienstes lautet (04131) 60 20 50.

